Archäologen in Bayreuth

Nach 1444 weiß man viel über Bayreuth. Jedoch die Zeit davor, wurden sämtliche Aufzeichnungen beim Sturm der Hussiten 1430 verbrannt.

Archäologen graben in der Bayreuhter Opernstraße und finden jetzt historische Reste. Die Grabungsgrube vor dem Operncafè ist größer als die bisherigen, die die Archäologen im Vorgriff auf die Sanierung der Opernstraße gemacht haben. Fein säuberlich wurden die übereinanderliegende Bodenschichten abgetragen.

Es wurde Keramik aus dem 14. und 15. Jahrhundert gefunden. Auch Hinweise auf die Zerstörungen durch den Hussitensturm von 1430 wurde jetzt sichtbar. Beim Feinputzen wurde nicht nur Brandschutt gefunden, sondern auch verbrannte Reste einer Holzbebauung. Jetzt hat man festgestellt, dass es sich hier um Fachwerkbebauung handelte. Die Grabungsstelle weist deutlich Pfostenlöcher auf. Überreste einer Hauskonstruktion, zwischen der die tragenden Wänden gebaut worden sind. Zudem wurden die verkohlten Reste von Dielenböden freigelgt. Es liegt sehr nahe, dass es der Brand nach dem Hussitensturm war. Über dieser starken Brandschicht in der 1,25 Meter tiefen Grube liegen noch mindestens drei weitere Brandschichten. Denn bereits im Bayerishen Krieg von 1460 bis 1462 brannte es wieder in Bayreuth.

 

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