Bayerische Landesausstellung 2015 „Napoleon und Bayern“

 

Adieu, Napoleon! Die Bayerische Landesausstellung ist mit rund 150.000 Besuchern ein voller Erfolg

 

„Adieu, Napoleon!“ heißt es in Ingolstadt: Die Bayerische Landesausstellung schloss am Samstag, den 31. Oktober 2015, um 18.00 Uhr ihre Pforten im Neuen Schloss. „Napoleon und Bayern“ ist ein sensationeller Publikumserfolg: 148.665 Besucher wollten die Geschichte des französi­schen Kaisers und seines Verbündeten sehen.

 

Der Besucherandrang war besonders in den letzten Wochen riesig, freut sich Dr. Richard Loibl, Direktor des Hauses der Bayerischen Geschichte: „An Spitzentagen kamen über 2.000 Interessierte, der Rekord liegt bei 2.860 Besuchern am vergangenen Sonntag. Mit diesem Ergebnis haben wir sogar die Schau im letzten Jahr zu „Ludwig der Bayer“ in Regensburg überholt.“ Loibl zog bei der abschließenden Pressekonferenz daher eine positive Bilanz: „ Wir haben unseren Besuchern heuer eine ganz beson­dere Schau geboten. So viele Spitzenexponate wie bei „Napoleon und Bayern“ kommen sehr selten zusammen: vom Hut des Kaisers bis zur Buchführung des Aichacher Wirtes Gerhauser, der 12.000 Soldaten ein­quartieren musste. Von daher konnten wir auch hinter die Kulissen von Glanz und Gloria blicken: auf die Bayerinnen und Bayern, die einen hohen Preis für die Königskrone bezahlen mussten.“

 

Gabriel Engert, Kulturreferent der Stadt Ingolstadt, und Dr. Ansgar Reiß, Direktor des Bayerischen Armeemuseums, schlos­sen sich dem positiven Resümée an. „Die Landesausstellung war ein Glanzpunkt mit überregio­naler Ausstrahlung im Kulturleben der Stadt In­golstadt.  Als unterhaltsame oder informative Ergänzung wurde unser Rahmen- programm nicht nur von den Ingolstädter Bürgerinnen und Bür­gern, sondern auch von Tou­risten und den zahlreichen Besuchern genutzt und besucht“, sagte Engert.

 

Vive la Bavière!

Kostbare Originalexponate aus dem 19. Jahrhundert, darunter Leihgaben aus Frankreich, Schweden und Russland, und die attraktive Inszenierung der Ausstellung begeisterten die Besucher. Die Aktivstationen waren be­sonders beliebt: Jeder konnte den bayerischen Raupenhelm, den kratzigen Soldatenmantel oder einen schwer bepackten Tornister anprobieren. Viel Positives findet sich im Besucherbuch, in dem sich auch Gäste aus Italien, Frankreich oder den USA eingetragen haben. „I spent half the day here”, gestand ein polnischer Besucher. Viele Komplimente sind auf Französisch verfasst,  „Vive la Bavière!“ wurde immer wieder geschrieben.

 

Großen Anklang fand die Bayerische Landesausstellung auch bei den jun­gen Besuchern. „Napoleon und Bayern“ lockte zahlreiche Klassen an, an einigen Tagen kamen sogar komplette Schulen. Dass das Haus der Bayeri­schen Geschichte auch das junge Pub­likum begeistern kann, zeigt ein Be­sucherbucheintrag eines staunenden Erwachsenen:  „Zweieinhalb Stunden ‚gefesselte‘ Kinder in einem Museum – wo gibt es das…?“

 

Ein „Merci“ an die Helfer

Eine große Schau wie „Napoleon und Bayern“ kann nur mit dem unermüdli­chen Einsatz zahlreicher Helfer erfolgreich sein:  Als Dankeschön für ihr großes Engagement wurden sie zum Abschlussfest eingeladen. Einen großen Anteil am Gelingen der Bayerischen Landesausstellung haben auch Partner und Sponsoren: Die Stadt Ingolstadt hat ein interessantes und viel­seitiges Rahmenprogramm zusammengestellt, das Bayerische Armeemu­seum bot mit dem Neuen Schloss Ingolstadt einen perfekten Ort und 100 Exponate für die Ausstellung. Gefördert wurde „Napoleon und Bayern“ vom Bayernwerk und der Handwerkskammer für München und Oberbayern. Als Mobilitätspartner konnten die Deutsche Bahn, bereits zum zweiten Mal im Rahmen einer Premiumkooperation, die Verkehrsgesellschaft Agilis und die DB Regio Oberbayern gewonnen werden, als Medienpartner haben Bayern 2, sowie der Donaukurier und intv mit qualitätsvoller und umfangreicher Be­richterstattung Napoleon begleitet.

 

Diese glänzende Rückkehr nach mehr als 200 Jahren hat sich Napoleon sicher nicht vorstellen können, als er die Nacht vom 18. auf den 19. April 1809 im Neuen Schloss verbrachte.