Was war die Hezilo-Straße ?

 

Verlauf der Hezilo-Straße - bisherige Meinung:

Regensburg - Ammerthal - Creußen - Seulbitz - Bindlach - Trebgast - Kulmbach - Kronach


Der vom Bayreuther Archivleiter Dr. Müller geprägte Begriff "Hezilo-Straße" ist historisch in seinem Wegeverlauf (Creußen - Alltenstat - Heinersreuth - Kulmbach) sehr vage und bis heute nicht nachweisbar. Der Name dürfte für Dr. Müller eher als Orientierung für die Erläuterungen seiner früheren Forschungen gedient haben - jedoch als historisches Faktum kann der Begriff "Hezilo-Straße" und deren Verlauf sicher nicht gesehen werden.

Diese Annahme verstärkt sich auch deshalb, weil man erst in der Andechser Phase eine umfangreichere Wegeerschließung von Kulmbach (Plassenburg) aus in Richtung Bayreuth beobachten kann (Kloster Michelberg u. Kloster Langheim), die vermutlich erst mit dem Ausbau der Burg Fürstenau (Altenplos / Heinersreuth) im Jahre 1243 (Andechser Urkunde v. 25. Dezember 1243, Herzog Otto II. von Andechs) in Anwesenheit der regionalen Adelsfamilien (Förtsch, Blassenberc, Streitberg u.a.) feierlich besiegelt wurde.

Gut vorzustellen ist aber auch, daß es in der ottonischen Zeitphase eine Wegeverbindung gab, die den "Ottonischen Burgenkranz" (Wallanlagen) miteinander verband. Die Grafen von Schweinfurt, die das Gebiet am Obermain verwalteten, nutzten sicherlich auch diese Wegeverbindung zwischen ihren Burgen Ammerthal, Creußen und Kronach.

Drei dieser ottonischen Wallanlagen befanden sich, wie archäologisch nachgewiesen, östlich von Bayreuth:

a) Ringwall bei Bayreuth-Laineck (Dr. Björn-Uwe Abels)

b) Ringwall Seubitzer Holz (K. Schwarz)

c) Ringwall Creußen-Neuhof (K. Schwarz)

Anmerkung: Die Stadt Bayreuth wurde sicherlich nur an der "Hohen Straße" angelegt.


zurück
"Burg Bayreuth"