Kirchengründungen

durch Grundherren


Hochfreie Grundherren errichteten 1108 die Pfarrkirche Gärtenroth und um 1130 Lindenhardt und statteten sie reichlich mit ihrem Eigentum aus.

 

Eine Reihe hochfreier Geschlechter verzichtete durch Verkauf oder Schenkung an Stifte und Klöster auf seine Eigenkirchenrechte.

Betroffen waren die Kirchen in

Baiersdorf, Trumsdorf, Seibelsdorf, Gunzendorf, Röbersdorf, wahrscheinlich auch Marktschorgast und Hopfenohe.

Die Taufkapelle in Poppendorf (Ahorntal) kam mit Fronhof, zins- und lehenpflichtigen Hufen 1188 an das Kloster Michelfeld.

 

Auch die Grafen von Andechs, seit 1180 Herzöge von Meranien, das mächtigste Geschlecht des Bistums Bamberg, gründeten Pfarrkirchen auf ihren Besitzungen in

Lichtenfels, Kulmbach, Bayreuth und Weismain und wahrten ihre Eigenkirchenrechte.

 

Auf ihrem Hauptsitz in der Diözese, in Frensdorf, werden die Grafen von Abenberg, die Hauptvögte des Bamberger Bistums, eine Kirche gegründet haben.

 

Die Burggrafen von Nürnberg erweiterten die Herrschaft Bayreuth zu einem eigenen Territorium und erwarben dort die Patronate über fast alle Pfarreien.

 

Vom 12. Jahrhundert an gründeten die Ministerialen Kirchen und Pfarreien, so die Kirche zu Buchau, die Bischof Otto I. vor 1139 weihte und mit Pfarrechten ausstattete.

Andere Ministerialenkirchen sind

Aisch, Schnaid, Putzmanns - bei Thurndorf, nach einem Ministerialen des Klosters Michelfeld benannt - und Neuzirkendorf, die aber nicht alle zu Pfarrkirchen erhoben wurden.

 


zurück