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Magdeburg und Europa Teil 3 |
Die herausragenden Stellung Ottos des Großen in der deutschen und europäischen Geschichte wird im Jahre 2001 erstmals in einer Ausstellung umfassend gewürdigt.
Leihgaben aus ganz Europa und aus Übersee zeichnen das Bild einer Herrscherpersönlichkeit, die zu den großen Gestaltern Europas im frühen Mittelalter gehört.
Kostbarer Goldschmuck aus Byzanz, Silberschätze aus Skandinavien und Ungarn, islamische Bergkristallarbeiten sowie Buchmalereien und Elfenbeinschnitzerein aus England, Frankreich und dem ottonischen Reich zeugen von der Vielfalt und dem hohen Rang der damaligen Kultur. Eine Fülle archäologischer Funde und Modelle vermittelt eine Vorstellung von Pfalzen und Palästen, aber auch von den Siedlungen und vom Alltagsleben der Menschen im 10. Jahrhundert. Kostbare Handschriften und Elfenbeinarbeiten, Werke aus Gold, Silber und Edelsteinen, Urkunden, Waffen und Münzen sowie Alltagsgegenstände aller Art veranschaulichen den Wandel, der sich damals vollzog. Themenschwerpunkte der Ausstellung sind die ottonische Königslandschaft in Sachsen und die Familie Ottos des Großen, das ottonische Reich mit seinen wichtigsten Zentren und Persönlichkeiten, ferner Magdeburg als Herrschaftszentrum sowie die weitreichenden diplomatischen und verwandtschaftlichen Beziehungen Ottos des Großen zu den übrigen europäischen Mächten. Den Abschluß bildet ein Ausblick auf die historische Bedeutung Ottos des Großen für Europa.
Die Ausstellung ist die erst große Mittelalterausstellung, die in den neuen Bundesländern stattfindet. Sie versteht sich nicht nur als Beitrag zur wissenschaftlichen Erforschung ottonischer Kunst und Kultur. Sie soll zugleich dazu dienen, den Menschen ein Stück ihrer eigenen Geschichte und Tradition wieder neu in Erinnerung zu rufen - einer Geschichte, die sie eng mit der Entwicklung Deutschlandes und Europas verbindet. Nach den Krisen und Umbrüchen der ausgehenden Karolingerzeit war es gerade diese Region, die unter Otto dem Großen zum Ausgangspunkt jenes grundlegenden Neubeginns wurde, der nicht nur den Anfang der deutschen Geschichte, sondern zugleich auch den Beginn der Entwicklung zum heutigen Europa bezeichnete.
Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland, Dr. h.c. Johannes Rau. Sie ist von den zuständigen Gremien der Europäischen Kommission in die große Reihe der Europaratsausstellungen aufgenommen worden. Seit der Ausstellung über Karl den Großen im Jahre 1965 ist sie damit die erste Ausstellung über eine Herrscherpersönlichkeit des frühen Mittelalters, der wieder das Prädikat einer Europaratsausstellung verliehen worden ist.
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im Magdeburger Dom |
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