Die Heidenschlacht auf der Königsheide


Vor vielen hundert Jahren stand auf der Königsheide das prachtvolle Schloß eines mächtigen Heidenkönigs. Seine Macht war überaus groß; er gebot weithin über das ganze Fichtelgebirge. Aber zu jener Zeit nahm das Christentum immer mehr zu und allmählich drangen die Christenleute in die Wälder ein und siedelten sich an.

Anfangs waren es nur kleine, unansehnliche Häuflein; aber ihre Zahl wurde immer größer und größer, so daß der Heidenkönig mit starker Besorgnis um seine Herrschaft erfüllt wurde. Endlich fühlten sich die christlichen Eindringlinge so stark, daß sie dem Heidenkönig eine Schlacht anboten. Auf der Königsheide kam es zur Entscheidungsschlacht. Das Kampfesglück blieb lange Zeit unentschieden und wogte hin und her. Plötzlich fiel der tapfere Heidenkönig.

Jetzt brach das Verderben unaufhaltsam herein; es sank das gesamte Heer unter den Hieben der Christen und das schöne Schloß mit all der Pracht und Herrlichkeit wurde alsbald ein Raub der Flammen. Dadurch hatten die Christen die Herrschaft über das Gebirgsland an sich gerissen.

Der Heidenkönig aber wurde von ihnen ehrenvoll in seiner Waffenrüstung mit seinen getreuesten und tapfersten Kämpfern an einer nahen Quelle bestattet.

 

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