Diesen Osterbrauch finden wir in Franken und auch in den sorbischen Landen

 

Gefärbte Ostereier


Eier, das allgegenwärtige Sinnbild der Osterzeit am Osterbrunnen - was können sie anderes sein als ein Geschenk des Osterhasen.

Unsere Vorfahren wußten lange nichts vom Osterhasen. Für sie war das Ei ein zerbrechliches Gebilde, in dem eine geheime Kraft Leben entstehen ließ, das schließlich als neues Lebewesen aus der Schale hervorbrach. Das Geheimnis des Lebens steckte im Ei, und verlieh ihm schon bei den ältesten Kulturen den Status des Lebens, ja sogar den Ursprung der Welt.

Es stand für Fruchtbarkeit - in Franken hielt sich gar der Glaube, es fördere die Manneskraft . Auch stand es für Reinheit und für die Erlösung (Rotei). Rot gefärbte Eier spielten eine besondere Rolle, denn Rot galt als die Farbe des Blutes, der Liebe und des Sieges - und der Lebensfreuden.

Sicher war es mindestens eine der oben aufgezählten Bedeutungen, die das Ei schließlich an den Osterbrunnen brachte. Wahrscheinlich sollte es aber zu allen Zeiten der Bitte nach Fruchtbarkeit der Natur Ausdruck verleihen.

 

 

Franken

Da die katholische Fastenordnung das Verzehren von Fleisch und Eiern in den Fastenmonaten untersagte, die Hennen aber dennoch weiter legten, versteckten die Protestanten die Eier und ließen sie vom Osterhasen bringen, um ihre Herkunft aus dem Hühnerstall zu verschleiern.

Die Erfindung der farbigen Ostereier und des Osterhasen sind eine Erfindung der Protestanten, die erst auf das 17. Jahrhundert zurückgeht.

 

 

Sorben / Wenden

Eier gelten seit altersher als Wachstums- und Fruchtbarkeitssymbole Man schenkte dieselben, bunt bemalt, kunstvoll durch verschiedene Techniken verziert, uni oder einfach speckglänzend, damit die ihnen innewohnende Lebenskraft auf den Beschenkten übergeht.

Die älteste bekannte Erwähnung von sorbischen Ostereiern ist aus der Zeit um 1700 (Erfindung der Protestanten).

 


 

Osterhasen in Franken

 

 

 

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