Diesen Osterbrauch finden wir in Franken und auch in den sorbischen Landen

 

Ostersingen


Es hat eine lange Tradition, freudige Feste mit Gesang zu begehen. Auch von vereinzelten Osterbrunnen in der Fränkischen Schweiz ist überliefert, daß nach dem Anlegen des Brunnenschmucks das Osterfest am Brunnen eingesungen wurde.

 

 

Gesungen wurden und werden u.a. christliche Choräle, aber auch Blaskapellen treten an den Osterfeiertagen auf. Oft wird auch das Lied "Wacht auf und rauscht durchs Tal ihr Brunnen" von Emanuel Geibel vorgetragen.

 

Ostersingen in Franken

  

Das Eiersingen

 

Um Mitternacht zwischen dem Ostersonntag und dem Ostermontag ziehen Gruppen von Burschen von den Wirtschaften los, lehnen Leitern an Hauswände, einer steigt mit einem Korb hinauf, klopft ans Schlafzimmerfenster und die unten stehenden singen um eine Eiergabe:

 

 

Oh, du löiba Schöina, schenk mir ner a Osterei,

fünfer, sechser, siemer, zehner sän mer löiber,

oh, du löiba Schöina, schnk mir ner a Ei!

 

Oh, du liebe Schöne, schenk mir nur ein Osterei,

fünf, sechs, sieben, zehn sind mir lieber

Oh, du liebe Schöne, schenk mir nur ein Ei!

 

Die Eier, die den tüchtigen Sängern als Lohn zuteil werden, landen am Ende des nächtlichen Rundgangs im Gasthaus in der Pfanne und werden als Rührei verzehrt. Der nahrhafte Brauch hat sich bis heute erhalten.

 

 

Ostersingen in Franken

 

 

 

 

Auf einer Wiese nahe der Spinnstube trafen sich die Mädchen abends nach dem Sonnenuntergang und sangen ihre eingeübten Lieder. In der Osternacht, Sonnabend zum 1. Feiertag kam dann der Höhepunkt: Singend gingen die Mädchen durch das Dorf, entlang einer festgelegten Route. Drei-, viermal machten sie Station. Es war den Gastgebern eine Ehre, wenn die Sängerinnen bei ihnen einkehrten. Großzügig bewirteten sie die Mädchen. Dieser Rundgang dauerte bis Sonnenaufgang.

 

Ostersingen der Sorben / Wenden

 

 

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