Der Wendenkönig

(Sorbische Sage)


Was den Griechen und Römern ihre Heroen, den Deutschen der Siegfried und Barbarossa sind, ist den Sorben / Wenden ihr Kral, ihr herrlicher verschwundener König.

 

Über diese Sagengestalt gibt es verschiedene Deutungen und Geschichten. Jedenfalls - nachdem die Völkerwanderung verebbte, siedelten in der Niederlausitz um 600 n.Chr. slawische Stämme z.B. die Lusici. Dann setzte der Germanisierungsprozeß ein, die Unterwerfung und Bekehrung der Heiden zum Christentum.

 

 

Im 10. Jahrhundert gab es den wendischen König "Prebislaw" (Anmerkung: möglich Borislaw), der sich tapfer den deutschen Eroberern widersetzte.

Es ereigneten sich Dinge, von denen der eine sagt, der Wendenkönig war es, der andere spricht von einem seiner Nachkommen, einem listigen Ritter oder auch nur Räuber. Jedenfalls, um die Feinde zu täuschen, schlug er die Hufeisen seiner Pferde verkehrtherum auf, damit niemand wissen sollte, ist er aus seinem Schloß heraus- oder hineingeritten.

Damals gab es eine lederne Brücke zu seinem Schloß, die sich allein hinter dem König wieder zusammenrollte und vorn wieder entfaltete. Der König soll gemordet und geplündert haben, bis ihn der Blitz erschlug und sein Schloß versank.

 

Der Sorbenkönig (Serbski kral)

 

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