Burgen und Schlösser in Franken

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Pfinzingschloss in Feucht

 

1189 weihte Bischof Otto von Eichstätt in Feucht eine Kirche.

Die ersten Feuchter waren Zeidler. Da Feucht im frühen Mittelalter mitten im Lorenzer Reichswald, der auch als Bannwald ausgewiesen war, lag, hatte die Zeidlerei - wie das Imkerwesen damals hieß - dort sein Zentrum. Der Ort war reichsunabhängig und bis 1796 Sitz des Zeidlergerichts, welches für das Reichsleben der Gemeinde große Bedeutung hatte. Ohne den Honig der Feuchter würde es keine berühmten Nürnberger Lebkuchen geben.

 


Das Pfinzingschloss gehört dem Markt Feucht, der es 1988 erwarb, sanieren und renovieren ließ und anschließend an ein Architekturbüro vermietete. So wie es sich heute zeigt, entstand es im Jahre 1562, nachdem im zweiten Markgrafenkrieg sein Vorgängerbau niedergebrannt war.

Von 1943 bis 1988 gehörte es der Familie Oberth. Prof. Dr. Hermann Oberth ist einer der drei Feuchter Ehrenbürger, der 1989 im Alter von 95 Jahren verstarb. Schon zu seinen Lebzeiten war im Erdgeschoss des Schlosses ein Hermann-Oberth-Raumfahrtmuseum untergebracht.

Bei der Renovierung des Schlosses im Jahre 1988 wurde aus kunsthistorischen Überlegungen dessen Eingangshalle in ihrer ursprünglichen Gestalt freigelegt. Einige Male im Jahr wird die Halle, die den Mietern als Schreibbüro dient, für Konzerte und Kunstausstellungen benutzt.

Das Museum musste weichen, aber es wurde nicht heimatlos. Die Ausstellungsstücke werden jetzt in den ebenfalls vom Markt Feucht erworbenen, sanierten und renovierten Nebengebäuden des Schlosses ausgestellt. Sie dokumentieren die Geschichte der Raumfahrt, zu deren Vätern Prof. Dr. Oberth gehört. Zu den Glanzstücken der Sammlung gehört ein Modell des ersten Weltraumsatelliten "Sputnik" in Originalgröße. Engagierte Ehrenamtliche führen Sie durch das Museum.


Informationen:

Markt Feucht, Hauptstraße 33, 90537 Feucht

Tel. 09128 / 9167-13, Fax: 09128/9167-61

E-mail: buergermeister@feucht.de

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