Burgen und Schlösser in Franken

(Bilderauswahl)  


 

 

Die Kaiserburg Karl IV.

(Lauf an der Pegnitz)

 

Bedeutende Handelsstraßen förderten die Stadtentwicklung. Stapel- und Umschlagplätze werden benötigt, Kaufleute und Handwerker machten sich sesshaft. Bei Lauf a.d. Pegneitz war es die Stdraße zwischen Nürnberg und Böhmen, dazu kam das starke Gefälle der Pegnitz, dass im Laufe von neun Jahrhunderten sich der Ort zu einer wichtigen Stadt im Landkreis Nürnberg entwicklen konnte.

Bereits in der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts muss am nördlichen Pegnitzufer eine Siedlung entstanden sein, an die sich später die großzügige Marktanlage mit dem Rathaus in der Mitte anschloss. Um 1275 werden erstmals vier Mühlen am Fluss erwähnt, die wie die Siedlung unter dem Schutz der Burg auf der Pegnietzinsel standen. Hier hatte ein Dienstmannengeschlechte des Kaisers seinen Sitz, dem die Verwaltung des Reichsbesitzes um Lauf übertragen war.

Die mittelalterliche Blütezeit erlebte Lauf unter Kaiser Karl IV. der den Ort zu einem wichtigen Stützpunkt seiner böhmischen Hausmacht ausbaute. Der Kaiser verbriefte Lauf 1355 nicht nur die Stadtrechte, er errichtete ebenfalls eine eigene Münzstätte. An diese bedeutende Zeit erinnert noch heute die um 1360 vollendete Wasserburg in der Pegnitz, das "Wenzelschloss", benannt nach dem böhmischen Namen des Kaisers. In der alten Kaiserkammer sind über einhundert farbige Wappen des böhmischen Hochadels zu sehen, die der Kaiser aus glattem Sandstein hauen ließ.

 

Informationen:

Stadt Lauf a.d. Pegnitz

Urlasstraße 22, 91207 Lauf a.d. Pegnitz

Tel. 09123 / 184-2113, Fax: 09123 / 184-184

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