Plan
Museum
Schloss
Pavillon
Labyrinth
Säule
Kaskaden
Katakombe
Turm
Kapelle
Strohhütte
Weiher
Steinbänke
Steine

 

Ehemalige Strohhütten

(Schweizer Häuser)


 

Ruine der ehemaligen Strohhütte

 

 

Treppenabgang zur ehemaligen Strohhütte


 

I.

Die beiden Strohhütten

aus der Sicht der regionalen Forschung

(aus: Die Gartenanlage von Schloss Fantaisie in Donndorf von 1757 bis 1795 von Inés Strebel, Seiten 188 und 189, in: Archiv für Geschichte von Oberfranken, Historischer Verein für Oberfranken, 70. Band, Bayreuth 1990.)

  

Die Anregung für die etwa zehn Meter südlich der Unteren Lindenallee auf Höhe ihres östlichen Drittels liegenden beiden Strohhütten erhielt Friederike Dorothee durch einen dort befindlichen Sandsteinfelsen.

 

Dieser fast quaderförmige Block, dessen Oberseite schräg abgeschnitten war und dem ein zweiter Felsen von dunklerer Färbung wie ein Pultdach auflag, ähnelte einer „von Menschen erbaute(n) und mit Stroh gedeckte(n) Landhütte. Diesen Eindruck verstärkte Friederike Dorothee, indem sie durch den Fels, der mit seiner Nordseite im Erdreich des Hanges lag, einen Gang mit Treppen schlagen ließ, der an der Südseite des Felsens in einer rechteckigen Öffnung, die wie eine Tür wirkt, aus der „Hütte“ führt. Hinzu kam eine weitere rechteckige Vertiefung als Fenster.

 


II.

Die beiden Strohhütten

aus der Sicht nach Reiche

(Bayreuth, 1796)

  

Die Benennung „Strohhütten“ erfolgte nach Reiche

(aus: Die Fantaisie ein Gemählde der Natur und der Tugend von J.C.E. von Reiche, Bayreuth, 1796).

 

Text S. 14 und Anmerkung Reiche (s):

(…) So überraschet einen, wenn man weiter den Berg hinab im Haine umherwandelt, plötzlich eine Felsengruppe, die ehemahls ein kühles Zimmer enthielt, aber welche ihre gegenwärtige weit schönere Gestalt ebenfalls ihrer jetzigen hohen Besitzerin, Doretheen, zu verdanken hat.

 

Man tritt staunend zurück, wenn man dieses Meisterstück der Natur auf einmahl erblicket. Man glaubt eine von Menschen Hände erbaute und mit Stroh gedeckte Landhütte zu sehen, und bey näherem Nachforschen findet man,  dass einzig und allein die Natur dieses täuschende Gebäude dahinstellte.

 

 

Die andere Strohhütte aber, auf die man gerade hinsiehet, weil sie dem Eingange zu dieser Gruppe gegenüber stehet, errichtete Doretheens Liebe für das Ländliche, und diese verschönert um sehr vieles diesen friedlichen Aufenthalt, wo Dorethee ebenfalls so gern weilte, und dessen graue Gestalt Sie durch zwey junge Bäume, die Sie in der Mitte desselben hinpflanzen ließ, zu verjüngen suchte.

 


III.

Die beiden Strohhütten und das Spindler-Intarsienkabinett

 

 

 

Als Vorbild für sein Kabinett diente dem Ebenisten Spindler besonders die Entwicklung der romantisch-sentimentalen Gartenanlage von Schloss Fantaisie mit seiner Vielzahl an Inszenierungen und Staffage-Architekturen. Hier finden wir fast bäuerlich anmutende Architekturteile. Doch auch die hügelige Landschaft und die darauf dargestellten Hirten mit ihren Schafen oder auch Rindern lassen sich mit dem Schlosspark Fantaisie identifizieren.  Für einen Gesamteindruck gehörten auch die auf den Marketeriebildern von Spindler dargestellten Schweizer Häuser dazu, da sie die unabdingbaren Bestandteile eines möblierten Gartens bildeten.

 

 


zurück

 

 
Plan
Museum
Schloss
Pavillon
Labyrinth
Säule
Kaskaden
Katakombe
Turm
Kapelle
Strohhütte
Weiher
Steinbänke
Steine