A

Gründungslinie

B

Thales-Konstruktion

C

Stadtmauer

D

Stadtaufteilung

E

Wasserversorgung

F

Stadtgründung

G

Historische Messmethoden

H

Ursprung d. Planstädte

I

Planstädte in Franken 

J

Vergleiche in der Buchkunst

K

Vergleiche an Galerien u. Skulpturen

L

 Vergleiche mit Bildern

M

 Vergleiche mit Skulpturen

N

Historischen Messmethode

O

Zahlen-symbolik

P

Thales von Milet

R

Pentagramm

S

Pentagramm und Bayreuth

 

Anlage 1

" Historische Messmethoden "


 

 

Gott als Weltenschöpfer

(Es zeigt die Bedeutung des Zirkels)

 

 

Die Vermessungstechnik des Mittelalters

war offensichtlich sehr praxisorientiert und lösungsbezogen.

 

In der mittelalterlichen Stadteinmessung müssen die wesentlichen Arbeiten mit dem Messseil ausgeführt worden sein. Die Schnur ist für die Baupraxis ein bis heute unersetzbares Arbeitsmittel. In der Sprache hat sich bis heute davon einiges erhalten. Im Wort "Strecke" ist beispielsweise das Strecken des Seiles noch enthalten, in "Linie" und "Lineal" die Leine.

Mit dem Messseil kann fast jeder Arbeitsschritt, der eine hohe Genauigkeit verlangt, durchgeführt werden. Mit Hilfe des Dreiecks mit Kantenlängen von 3 : 4 : 5 wird der rechte Winkel erzeugt. Die Zwölfknotenschnur (3+4+5 = 12) war ein gebräuchliches Arbeitsgerät, das diese Dreieckskonstruktion erleichterte. Mit ihr lassen sich auch noch viele andere geometrische Operationen in einfacher Weise durchführen. Die diagonal geführte Schnur ist ein ideales und höchst präzises Kontrollmittel, das auch bei zunehmender Länge eine genaue Überprüfung des Winkels zulässt. Unter Verwendung der Schnur als Lot ist die Bestimmung einer genauen Senkrechten möglich und mit Hilfe der Kombination von gleichschenkligem Winkeldreieck und Lot lässt sich eine Horizontale bestimmen.

Die Schnur ist natürlich auch ein ideales Instrument für die Einmessung von Kreisen beliebiger Größe.

Die Markierung der eingemessenen Fundamentstreifen wurde sicherlich mit Kalk, Gips, Steinen oder Pflöcken ausgeführt. Man muss davon ausgehen, dass außerhalb der inneren Baugrube Messmarken das große Basisrechteck markierten, die nicht durch das Baugeschehen gestört wurden. Diese Marken könnten vielleicht bei einigen Bauwerken noch heute gefunden werden. Die Rekonstruktion der Messpunkte wäre präzise möglich.

Der ganze geschilderte Messvorgang ist in der Baupraxis bis heute im Schnurgerüst erhalten geblieben. Auch das Schnurgerüst wurde immer mit den Seitenverhältnissen 3:4:5 eingerichtet. Erst die modernen Messgeräte machen diese uralte Arbeitsmethode überflüssig.

 

 

1 Bayerischer Fuß = 0,2918 m

10 Fuß = 2,918 m = 1 Rute

200 Fuß = 58,360 m = 20 Ruten

500 Fuß = 145,900 m = 50 Ruten

700 Fuß = 204,260 m = 70 Ruten

1.000 Fuß = 291,800 m = 100 Ruten

1.400 Fuß = 408,520 m = 140 Ruten

 

Allegorische Darstellung

der Geometria als Baumeister

Holzschnitt, Lastkran mit Zange, Spitzfläche, Winkel, Zirkel

 

aus: "Messkunst ordnet die Welt"(Nürnberg)

 

Brechstange, Gerüst, Lastkran mit Zange, Laufschräge, Mörtelkasten, Mörtelmischhacke, Schablone, Schaufel, vierbeiniger Schemel, Winkel

 Germ. Nat. Museum (Nürnberg)

 

Vier Historien, fol. 5

 

Bock, Breitbeil, Klammerhaken

aus: Albrecht Pfister (Bamberg)

 

 

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