A

Gründungslinie

B

Thales-Konstruktion

C

Stadtmauer

D

Stadtaufteilung

E

Wasserversorgung

F

Stadtgründung

G

Historische Messmethoden

H

Ursprung d. Planstädte

I

Planstädte in Franken 

J

Vergleiche in der Buchkunst

K

Vergleiche an Galerien u. Skulpturen

L

 Vergleiche mit Bildern

M

 Vergleiche mit Skulpturen

N

Historischen Messmethode

O

Zahlen-symbolik

P

Thales von Milet

R

Pentagramm

S

Pentagramm und Bayreuth

 

Stadt Bayreuth

Innere Stadtaufteilung


 

 

 Bei der zeichnerischen Verbindung von

Schloss-, Markt-, Kirche- und Handwerkerzentrum mit der Cardo-Achse

in der Thales-Konstruktion ergibt sich ein Pentagramm.

 

 

 

A

Cardo-Achse

(Weltachse) zur Thales-Konstruktion

 

B 

Zentrum der Administration

(Andechser Schlösschen)

 

C

Zentrum der kirchlichen Organisation

(Stadtkirche)

 

D

Zentum des Handwerks

(Gewerbewasserversorgung)

 

E

Zentrum der Wirtschaft

(Marktplatz und Bürgerhäuser)

 

Die Ordnungszahl 5

und das innere Aufteilungsmuster der Planstadt Bayreuth

 

Das Pentagramm ist ein 5-zackiger Stern (Ordnungszahl 5).

Seine rechnerische Größe für die Planstadt Bayreuth ist mit 500 Bayer. Fuß (Ordnungszahl 5) bestimmt.

Durch diese festgelegte Länge einschließlich des inneren Aufteilungsmusters (r = 500 Bayer. Fuß), wurde das Erschließungsnetz mit der Ordnungszahl 5 angelegt.

Somit liegt den einzelnen Zentren (Schloss, Kirche, Handwerk, Markt) auch die Ordnungszahl 5 zugrunde.

 

 

Pentagramm
Pentagramm und Bayreuth

 

 


 

Inneres Aufteilungsmuster der Planstadt Bayreuth

 

 

S 1 = Maueröffnung Tappertnebenkanal

S 2 = Beginn Unterer Markt

S 3 = Andechser Schlösschen

M = Mittelpunkt des Straßenmarktes

S 4 = Kirche

blauer Kreis = Thales-Konstruktion Kreis

gelbe Markierung = spätere Kanzleistraße

500 = Bayer. Fuß vom Marktmittelpunkt (Zahl 5)

 

Mittels einer Kreiskonstruktion wurde das innere Aufteilungsmuster erstellt. Ausgehend vom Mittelpunkt der Marktstraße (r = 500) wurde das Erschließungsnetz angelegt.

Das innere Straßennetz der ummauerten Stadt ist allein schon durch die Tore in Haupt- und Nebenstraßen vorstrukturiert. Es wurde aber auch durch das Konzept des öffentlichen Raums (Markt, Schloss, Kirche) und das vorgesehene Aufteilungsmuster für die Hofstätten geprägt.

Während sich innerhalb dieses Aufteilungsmusters (r = 500) auch das Meranier-Schlösschen und die Stadtkirche befanden, wurde die heutige Kanzleistraße auf dem süd-/östlichen Kreisbogenverlauf eingeplant.

 

Schloss und Kirche

 

Die Vermessung der s-förmig geschwungenen Bayreuther Marktstraße

 

 

P 1 = Unteres Tor

P 2 = Oberes Tor

P 3 = Mauer-Eckturm

P 4 = Mainseite

grüne Linie = Gründungslinie

braune Linie = Thales-Konstruktion Quadrat

blauer Kreis = Thales-Konstruktion Kreis

gelbe Markierung = Verlauf der Marktstraße

 

In vielen historischen Städten lassen sich s-förmige Bogenkombinationen aufzeigen. Diese geometrischen Figuren haben ganz offensichtlich eine aufwertende Wirkung, da die Konstruktion fast immer an prominenter Stelle im Stadtgrundriss zu finden ist.

Die Bayreuther Marktstraße ist in einen oberen und einen unteren Abschnitt unterteilt. Um den Verlauf des oberen geschwungenen Abschnitts der unteren (westlichen) Marktstraße festzulegen, legte man den Mittelpunkt der Strecke zwischen dem "Unteren Tor" (P 1) und dem Eckturm (P 3) als Fixpunkt fest. Von diesem aus wurde mittels Bogenschlag auf der "1. Risse" (nördliche Straßenseite) ein Kreisbogen geschlagen. Vom gleichen Fixpunkt ausgehend, wurde auf der "weiteren Risse" (südliche Straßenseite) mittels Bogenschlag ebenfalls ein Kreisbogen geschlagen.

Zum Festlegen des unteren geschwungenen Abschnitts der oberen (östlichen) Marktstraße wurde auf dem Thaleskreis zwischen dem Punkt "Mainseite" (P 4) und dem "Oberen Tor" (P 2) ein Fixpunkt festgelegt, von dem aus mittels Bogenschlag auf der "1. Risse " (nördliche Straßenseite) ein Kreisbogen geschlagen wurde. Vom gleichen Fixpunkt ausgehend, wurde auf der "weiteren Risse" (südliche Straßeseite) mittels Bogenschlag ebenfalls ein Kreisbogen geschlagen.

Da solche Varianten auch in anderen Städten vorgefunden werden, kann man davon ausgehen, dass es sich um keinen zufälligen Selbstbildungsprozess handelt, sondern dass hier ein gezielter Planungswille vorlag.

 

Bilder - Bayreuther Marktstraße

 

 

Die Vermessung der südlichen Gassen von Bayreuth

 

 

P 1 = Unteres Tor

P 2 = Oberes Tor  

blauer Kreis = Thales-Konstruktion Kreis

brauner Kreis = Innenstadtkreis

gelbe Markierung = Gassenverlauf ( 1- 5 )

rosa Markierung = Vermessungsachse (ca. 200 Fuß)

 

Von der in Ost-West-Richtung verlaufenden Marktstraße gehen mehrere flache Bogengässchen aus. Die Einmessung von bogenförmigen Gassen im südlichen Stadtfeld gehörte zu den elegantesten geometrischen Konstruktionen. Die Vermessung erfolgte vom "Oberen Tor" (P 2). Jeder Kreisbogen beginnt auf der Marktachse und führt in südlicher Richtung (Stadtkirche). Wegen baulicher Veränderungen dieser Gässchen während der vergangenen Jahrhunderte, lassen sich leider genaue Maße von Zwischenräumen und Parzellengrößen nicht mehr feststellen. Vermutlich wurden die Gässchen in Abständen von ca. 200 Fuß eingeplant.

Dass einer so exakten Messtechnik die Grundrisse der in einem Planungsakt bewusst angelegten Städte des 11. bis 13. Jahrhunderts oft Unregelmäßigkeiten aufweisen, deutet auf einen gestalterischen Willen hin, der sowohl ästhetische als auch praktische Gesichtspunkte in den Planungsprozess einbezieht.

Ein Beispiel dafür ist die Schaffung geschlossener Straßen- und Platzräume, wozu das Krümmen der Marktstraße, das einseitige Einmünden von Seitengassen und das gegeneinander Versetzen von sich kreuzenden Straßen gehörten. Auf diese Weise wurde Zugluft verhindert, was für die sehr vielseitig genutzten öffentlichen Räume von zentraler Bedeutung war.

Das erklärt auch, warum der Bayreuther Straßenmarkt in Richtung "Unteres Tor" (P1) abgeknickt wurde. Auch die einseitige Krümmung der Seitengässchen von der Marktstraße in Richtung Stadtkirche (südöstlich) findet darin ihre Erklärung. Betrachtet man die witterungsbedingte Ausrichtung der Planungsstadt Bayreuth, so zeigt sich auch, dass sich das Haupttor "Oberes Tor" (P2) und das Meranier-Schlösschen an der geschützten östlichen Seite befinden. Die "Wetterseite" liegt westlich zum Bayreuther Talkessel hin, wogegen die bevorzugte östliche Seite von kleineren Hügeln und dem Fichtelgebirge wettergeschützt ist.

 


Bayreuther Gassen

(lt. Fischer, Häuserbuch):

 

Die Bezeichnung "Predigergasse" (Verlängerung der heutigen Sophienstraße) entstand erst am Ende des 15. Jahrhundert mit den sog. "Pfründhäusern".

Die Häuser der Judengasse sind erst im 15. und 16. Jahrhundert entstanden.

Die Schmiedgasse (spätere Kanzleistraße) ist nicht vor 1510 feststellbar. Ihre frühere Bezeichnung war u.a. "Am Entengraben".

Die Kämmereigasse war ursprünglich das Flußbett der Tappertabzweigung. Ihren Namen erhielt sie erst um etwa 1889. Davor sind Bezeichnungen wie: "Entenplatz", "Kottgasse", "Eckgässlein", "Zwerchgässlein" und "Ochsengasse" feststellbar.

Die Brautgasse, die am Marktplatz beginnt, war bis 1605 nicht breiter als ca. 2 m.

Die Bezeichnung "Ochsengasse" bürgerte sich um 1560 ein und blieb bis ins 19. Jahrhundert erhalten.

Älteste Nennung der Priestergasse (Pfaffengasse, Predigergasse, Sutten) war um 1518.

 

Bilder - Bayreuther Gässchen


 

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