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Anlage 6
Sonderbauten in der Stadt
Meranier -
Schlösschen


Die Lage des Andechser Schlösschens wurde, ausgehend vom Mittelpunkt des Marktes, mittels Seilschlag von 500 Fuß entlang dem Kreisbogen des Innenstadt-Kreises fixiert.
Nach Fischer (Bayreuther Häuserbuch) war dieses Schloss ursprünglich nicht größer als der Schloß-Innenhof, an dem heute die katholische Kirche liegt. Es lag an der engsten, aber auch höchsten Stelle der Marktstraße, unmittelbar hinter dem ehemaligen "Oberen Tor".
Das Schloss war westwärts unmittelbar ohne Abstand an die nördliche Häuserzeile der Marktstraße angeschlossen; denn der in Richtung "Kanzleistraße" offene Schlosshof war ursprünglich mit 6 Häusern besetzt.
Da aber der urprüngliche Herrschaftssitz der Grafen von Andechs-Meranien ihre Plassenburg über Kulmbach war, dürften in dem Bayreuther Schlösschen somit Dienstmannen gewohnt haben.
Bayreuther
Stadtkirche


Die Einmessung der Stadtkirche erfolgte innerhalb des Innenstadt-Kreises mittels dreier gleichseitiger Dreiecke, deren Seitenlänge jeweils 500 Fuß betrug. Somit wurde die Lage der frühen Stadtkirche mit je einer Achse zum Marktmittelpunkt (nördlich), zum "Oberen Tor" (östlich), zum Mauerdurchfluß des Tappertnebenkanals (westlich) und zu dem auf dem Thales-Kreis befindlichen Mauer-Eckturm (südlich) fixiert.
Wie aus dem Bayreuther Landbuch von 1421 zu entnehmen ist, war die Stadtkirche eine Tochterkirche der wesentlich älteren "Sankt-Nikolaus-Kirche in Bayreuth-Altstadt. Beim Einbau einer Warmluftheizung in die heutige Bayreuther Stadtkirche fand man, als der Steinfußboden freigelegt wurde, Grundmauerreste von ihrer ältesten Form, die auf ein kleines "bescheidenes Kirchlein" hindeutete.