A

Gründungslinie

B

Thales-Konstruktion

C

Stadtmauer

D

Stadtaufteilung

E

Wasserversorgung

F

Stadtgründung

G

Historische Messmethoden

H

Ursprung d. Planstädte

I

Planstädte in Franken 

J

Vergleiche in der Buchkunst

K

Vergleiche an Galerien u. Skulpturen

L

 Vergleiche mit Bildern

M

 Vergleiche mit Skulpturen

N

Historischen Messmethode

O

Zahlen-symbolik

P

Thales von Milet

R

Pentagramm

S

Pentagramm und Bayreuth

 

Die Schule von Chartres

und die Dombauhütten in Bamberg


 

Zweihundert Jahre hindurch beeinflusste die Schule von Chartres

durch ihre Lehrer tief die Seelenstimmung des Mittelalters.

Fulbertus, Bernhardus Silvestris, Johannes von Salisbury,

Alanus ab Insulis und viele andere, die namenlos blieben,

wirkten aus einem tief platonischen Impuls heraus, der die

Christen aufforderte, nicht so sehr an die geistige Welt

zu glauben, sondern sie wirklich zu erfahren.

 

Die Bedeutung der Schule von Chartres begann um 990, als Bischof Fulbert deren Leitung übernahm. Ihre Blütezeit erreichte sie im 12. Jahrhundert. Der Ruf von Chartres war so bedeutend, dass Studierende aus ganz Europa hierher kamen. Zwei Jahrhunderte lang war die Schule das philosophische, wissenschaftliche und künstlerische Zentrum Frankreichs. Auch die fränkischen Bistümer Würzburg und Bamberg profitierten von diesem Geist. Auch das Bistum Bamberg lehrte seinerzeit die in der Schule von Chartres bezeichnteten so genannten "sieben Freien Künste".

Der Ursprung der Freien Künste liegt allerdings nicht in der Schule von Chartres, sondern ist viel älter. Wahrscheinlich gehen die Freien Künste auf die Tempelweisheit Ägyptens zurück . Sie dienten früher der Vorbereitung zu höherem Wissens. Seit Boethius, um 500 n. Chr. hat sich die folgenden Anzahl von sieben Fächern, aufgeteilt in zwei Bereiche, eingebürgert: Dem Trivium sind die Fächer Grammatik, Rhetorik und Dialektik zugeordnet und dem Quadrivium die Fächer Arithmetik, Geometrie, Astronomie und Musik.

Die Arithmetik behandelt das Wesen der Zahlen, verbunden mit der Vorstellung, dass in der Kraft der Zahlen alle weitere Wissenschaft steckt. Somit gehört zur Arithmetik nicht nur das simple Rechnen in den vier Grundrechenarten, sondern auch das, was wir heute als "Zahlensymbolik" oder "-mystik" bezeichnen. Die Arithmetik lieferte das Verständnis von den Zahlengesetzen als Grundlage für die Ordnung der Natur; das Wesen des goldenen Schnitts gehörte ebenfalls hierher.

Die Geometrie wurde verstanden als die Durchdringung der Zahl mit der Form, so dass die Studenten erkannten, wie sich aus der Zahl Raum und Zeit entfalteten: So entstand z.B. aus der Zahl Eins ein Kreis, aus der Zwei die Lemniskate, aus der Drei das Dreieck und der dreidimensionale Raum, aus der Vier das Quadrat und der Würfel, aus der Fünf das Pentagramm usw.


 
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