Das Geheimnis der Arbeitsmethodik
mittelalterlicher Stadtplanungen in Franken
Planstadt der Neuzeit
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Erlangen ( 1686 ) |
Erlangen ist eine Gründung von 1686. Ganz ähnlich wie bei der Idealstadt von Dürer entspricht das Teilungsmuster der Geometrie auch der Aufteilung der Stadt.
Typologische Strukturen mit Kreiskonstruktionen
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Hassfurt am Main |
Die Mauerkontur und die Straßensystematik ist fast identisch mit derjenigen von Karlstadt am Main.
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Karlstadt am Main |
Die Gründung des Würzburger Bischofs Konrad von Querfurt um 1198 - 1202 hat ein ausgeprägtes Straßengitter. Die Hofstätten werden von beiden Hauptrichtungen erschlossen.
Bogengeometrie
Die Wittelsbacher sind begeisterte Stadtgründer und die Marktstraßen der kleinen bayerischen Städte sind verblüffende Beispiele für die virtuose Handhabung der Bogengeometrie in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts.
Die Marktstraßen sind im Verhältnis zur Größe der kleinen Städte riesig. Die stadtplanerische Kompetenz hat offensichtlich eine hohe Perfektion erreicht. Die Begründung für die Bogenverwendung kann nur in der Raumästhetik gesucht werden.
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Neustadt am rauhen Kulm (Nähe Bayreuth) |
Neustadt am rauhen Kulm besteht eigentlich nur aus der s-förmig geschwungenen Marktstraße.
System der Stadterweiterungen
Die Anfügung eines neuen Stadtfeldes an eine ältere, bestehende Stadt, bei der die Verwendung von Bogenkonstruktionen eine Planung vermuten lassen, ist hier von Interesse. Neue Schalen, ganz oder halb, legen Nördlingen und Rothenburg um ihre vorhandenen Kernstädte.
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Nördlingen |
Um die bestehende Kernstadt wird der neue Mauerring gelegt, der aus einem Siebeneck besteht, bei dem auf fünf Seiten flache Bogen mit Hilfe der Viertelmethode aufgebracht wurden.
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Rothenburg ob der Tauber |
Die östliche Mauerschale ist wahrscheinlich eine Stadterweiterung, obwohl der Kreismittelpunkt direkt neben der Kirche liegt. Nur eine genaue Vermessung kann klären, ob der große Mauerbogen mit einem Radius von 1500 - 1600 Fuß nicht doch Bestandteil der Erstvermessung ist.
Linsenförmige Struktur
Linsenförmige Grundrisse, die weitgehend nur mit Bogen definiert werden, sind typisch für die Anwendung des langen Messseils.
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Nürnberg |
Die Lorenzstadt scheint eine große Stadterweiterung des Mittelalters zu sein. Die Bogen zeigen die gleichen linsenförmigen Strukturen wie in Braunschweig. Das gleichseitige Dreieck zum Burgturm ist eine nicht genau untersuchte Hypothese. Die nicht vorhandene Gitterstruktur und der Straßenmarkt lassen eine frühere Planung vermuten.
Gebogene Brücken
Hier lassen sich Kreiskurven nachweisen, wodurch sich zeigt, dass dieses formale Prinzip offensichtlich in allen Gestaltungsbereichen verwendet wurde.
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Ochsenfurt |
In dieser Stadt wurde der gleich flache Bogen für die Hauptstraße und die Grundlinie der Mainbrücke verwendet.
Torgeometrie und Dreiecke im Stadtgrundriss
Bei vielen Städten ist in der Position der Stadttore eine geometrische Systematik zu finden, die auf die Startkonstruktion schließen lässt.
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Würzburg |
Diese Stadt zeigt das gleiche städtebauliche Prinzip wie Speyer. Eine monumentale Straßenachse ist zwischen Domfront und Mainbrücke gespannt. Das Fünfeck der Mauer hat eine abgeschnittene Ecke, die auf ein Prinzip der Unvollkommenheit hinweist, das im Laufe der Untersuchung häufiger anzutreffen ist.