A

Gründungslinie

B

Thales-Konstruktion

C

Stadtmauer

D

Stadtaufteilung

E

Wasserversorgung

F

Stadtweihe

Historische Messmethoden
Ursprung d. Planstädte
Planstädte in Franken 
 Vergleiche in der Buchkunst
Vergleiche an Galerien und Skulpturen
 Vergleiche mit Bildern
 Vergleiche mit Skulpturen
Historischen Messmethode
Zahlensymbolik
Thales von Milet
Pentagramm
Pentagramm und Bayreuth

 

Das Geheimnis der Arbeitsmethodik

mittelalterlicher Stadtplanungen


I.

Historische Messmethoden

 

 

 

 

 

Die Seilvermessung hat eine lange Tradition und war bereits in Mesopotamien und vor allem in Ägypten bekannt, denn dort gab es ein ganz praktisches Arbeitsfeld für jährliche Vermessungsarbeiten. Die Ägypter waren in den Bereichen der Bautechnik perfekte Vermesser. Die Abbildung zeigt eine Zeichnung auf Stuck, der ein modulares Raster unterlegt ist (Grab des Sumnut, Scheich Abd-el Gurna, um 1435 v. Chr.)

Stadtplanerpersönlichkeiten sind auch aus Griechenland bekannt. Der erste Theoretiker der griechischen Stadtplanung war Hippodamos aus Milet, der aus der Schule des Pythagoras kam. Seine erste Musterstadt (Planstadt) soll die Hafenstadt von Athen, Piräus, gewesen sein.

 

 

 

Der Gründungsvorgang einer römischen Stadt ist gut überliefert. Zuerst wurde das Achsenkreuz festgelegt, dessen Nord-Süd-Achse Cardo (= Weltachse) hieß. Die in Ost-West-Richtung verlaufende Achse wurde Decumanus genannt, weil an ihrem Anfang die Porta Decumana (Haupttor) errichtet wurde.

Die Umgrenzungslinie der neuen Stadt wurde mit einem Pflug, der von einer weißen Kuh und einem Stier gezogen wurde, in den Erdboden geritzt. Die Erde musste bei diesem Vorgang nach außen geworfen werden. An den zukünftigen Tordurchlässen wurde der Pflug angehoben.

 

 

Anwendung der Groma

 

Die Groma ist ein auf einer Stange montiertes Achsenkreuz, an dessen vier Armen jeweils ein Lot hängt. Mit zwei einfachen Peilvorgängen über die gegenüber hängenden Lotschnüre kann die Richtung festgelegt werden. Durch die rechtwinklige Anordnung der Kreuzarme ist die Übertragung des rechten Winkels in die Landschaft gesichert. Die Peilung mit Hilfe zweier Stangen über große Entfernung ist eine alte Methode, um eine Gerade in das Gelände zu übertragen.

 

 

Darstellung der Arithmetik mit Zwölfknotenschnur und der Geometrie mit Messstange und Zirkel

 

In der mittelalterlichen Stadteinmessung müssen die wesentlichen Arbeiten ebenso mit dem Messseil ausgeführt worden sein. Mit dem Messseil kann fast jeder Arbeitsschritt, der eine hohe Genauigkeit verlangt, durchgeführt werden.

Mit Hilfe des Dreiecks mit Kantenlängen von 3 : 4 : 5 wird der rechte Winkel erzeugt. Die Zwölfknotenschnur (3 + 4 + 5 = 12) war ein gebräuchliches Arbeitsgerät, das diese Dreieckskontruktion erleichterte. Mit ihr lassen sich auch noch viele andere geometrische Operationen in einfacher Weise durchführen.

 

 

Darstellung der Vision des Propheten Ezechiel in der Doppelkapelle von Schwarzrheindorf (1151)

Der Prophet schildert die Einmessung des neuen Jerusalem mit Seil und Messstäben und den Malern des Mittelalters ist, wie ihre Darstellung zeigt, diese Arbeitsweise offensichtlich auch vertraut. Es handelt sich also um ein seltenes, historisches Beispiel, das sowohl für die Seilvermessung im Orients als auch für die Anwendung dieser Technik im Mittelalter spricht.

 


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