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Pentagramm
in Europa

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Das Pentagramm ist eines der ältesten Symbole, das wir kennen und wurde schon viertausend Jahre vor Christi verwendet.
Mit den Kreuzzügen kam das Pentagramm nach Europa. |
Dahingehend sensibilisiert, findet man Fünfecke und Fünfsterne "an allen Ecken und Enden":
In Flaggen und Wappen, im Hoheitszeichen der US-Airforce, als Roter Stern (Emblem des Sozialismus), in grün als Zeichen des Islam, im Firmenzeichen der Automarke Chrysler, in der Architektur des US-Verteidigungsministeriums "Pentagon" und bei den meisten Weihnachtssternen. Noch weniger bekannt ist die Tatsache, dass der fünfzackige Stern beinahe zum Symbol der olympischen Spiele geworden wäre und erst im letzten Moment zugunsten der fünf ineinander verschlungenen Ringe aufgegeben wurde.
Selbst die Kirche verwendet den Fünfstern, was man besonders eindrucksvoll an vielen gotischen Fensterrosetten sehen kann.
In der Natur kommt die Zahl 5, das Fünfeck und der Fünfstern häufig vor, denn die 5 ist eines der formbestimmenden Prinzipien der organisch belebten Natur. Wir haben fünf Finger an einer Hand, alle Landwirbeltiere zeigen diesen fünfstrahligen Aufbau ihrer Endglieder, auch wenn man es manchmal, wie bei den Huftieren, nicht auf den ersten Blick sieht. Schneidet man einen Apfel quer durch, sieht man ein Fünfeck. Die meisten Blüten sind Fünfsterne, ebenso der Seestern. Natürliche Pentagramme finden sich weiterhin an fünfblättrigen Pflanzen, wie der Lilie oder dem Weinstock. Will man eine Rosenblüte geometrisch ideal konstruieren, so geht man vom Fünfstern aus.
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Fünfpass im Kölner Dom
Das Chorhaupt mit den um 1300 eingesetzten Königsfestern |
Fünfpass im Kölner Dom
Sakramentskapelle, früher Kapitelsaal ca. 1250 |
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Fünfpass im Kölner Dom
Südliches Seitenschiff, Chorschranken vor 13 Jhr. |
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Stephansdom zu Wien
Kreuzigungsfenster im Sankt Stephans Dom zu Wien (rechtes und linkes Fenster) |
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Dom zu Bamberg
Fünfstern der Templer (z.Z. der Andechser Herzöge) |
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Rundkirche St. Mary in Mosta/Malta (Rotunda Santa Marija Assunta)
Fünfblatt im Kuppelbereich
Pentagramme in Grabsteinen
Pentagramm im Wappen eines Grabsteines i.d. Kirche
Pentagramme im Eingangsbereich |
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Kathedrale in Mdina/Malta
Pentagramme im Wappenstein
Pentagramme im Wappen eines Geistlichen
Pentagramme im Wappen eines Geistlichen
Pentagramme im Wappen eines Geistlichen |
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St. Paul's Church in Rabat/Malta
Pentagramme im Wappen |
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(am Beispiel: Hildegard von Bingen - "Wisse die Wege")
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(Stadt Bayreuth)



Das Pentagramm hat fünf Ecken, und die Fünf ist die erste Zahl, die überhaupt die Bildung einer Sternfigur zulässt. Außerdem spielt die Fünf in der belebten Natur eine besondere Rolle, da die Anzahl von Blütenblätter oftmals fünf beträgt und Lebewesen häufig fünf Zehen oder Finger haben. Der Mensch bildet, wenn er mit gespreizten Armen und Beinen dasteht, einschließlich seines Kopfes ein Pentagramm, und daher wird die Fünf ebenso als die Zahl des Menschen angesehen.
Wenn man ein Pentagramm in einen Kreis einzeichnet und alle Achsen miteinander verbindet, so ergeben sich sieben verschiedene Winkel, mit denen es wiederum eine besondere Bewandtnis hat:
Es finden sich ausschließlich Winkel mit 18, 36, 54, 72, 90, 108 und 144 Grad; interessanterweise bildet die Quersumme aller dieser Winkel stets 9. Genau fünf (= griech. "penta") der sieben Winkel (18, 36, 54, 90, 144) ergeben eine Fibonacci-Zahlenfolge, und dieselben fünf Winkel 72 und 108 Grad, die addiert eine halbe Kreissumme oder 180 Grad bilden.
Die beiden herausragenden Winkel im Pentagramm haben 144 und 108 Grad. Der äußere Transformationswinkel, der jeweils zur nächsten Ecke des Pentagramms führt, hat 108 Grad. Der innere Transformationswinkel, der durch das Zentrum des Pentagramms führt, hat 144 Grad.
Die 144 Grad kommen, genau genommen, nur zu Stande, wenn man zwei Winkel zusammenaddiert. Das hat aber seine Berechtigung, denn in der Pflanzenwelt etwa entspricht dies häufig der Entwicklung der Blattstellung, die oft auch einem Pentagramm folgt. Die Blätter bilden sich nicht in der Reihenfolge A-B-C-D-E, sondern A-C-E-B-D; der Blätterwuchs ist also erst nach zwei Umdrehungen komplett. Von Blatt zu Blatt entsteht jedes Mal der Transformationswinkel mit 144 Grad.
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