Ansbach

(Mittelfranken)


Zu der Kleidung lieben die Leute wie überhaupt in Protestantischen Gegenden, mehr die dunkle als die helle Farbe. Die Männer tragen an Werktagen beinahe durchgehends einen schwarzen zwillgenen Kittel, an Sonntagen aber oder Ehrentagen einen dunkelblauen tuchenden Rock und Wams, Mantel, lederne Hosen, häufiger aber blaue Tuchhosen und einen runden, auch dreieckigen Hut, dessen Spitze nach hinten getragen wird. Doch weicht dieser immer mehr als Pelzmütze im Winter und der Tuchmütze im Sommer und wird fast nur mehr bei festlichen Gelegenheiten getragen. Leder verschwindet auch die früher in hiesiger Gegend sehr allgemein getragen, rundliche von den Seiten und von hinten aufgestülpt und vorn gerade zulaufende äußerst zweckmäßige Hutform. Die Männer tragen Stiefel und Schuhe von Rindleder. Sommer wie Winter geschnürt, die Frauen geschnürte Halbstiefel und Schuhe von Kalbsleder; zu Hause werden lediglich Holzschuhe zur Fußbekleidung benützt.

Die Frauen tragen schafwollene braunrötlich gefleckte Röcke, schwarztuchene Spenser, Hauben mit seidenen Bändern, bei Festlichkeiten über die schwarze Kleidung ein großes weißes Tuch mit Spitzen und eine große Spitzenreifhaube. Eine solche Haube macht ein förmliches Rad, kleidet aber nicht gut. Je nach den Festlichkeiten sind die Spitzen weiß oder schwarz.

 

 

 

 

Landgericht Ansbach

Bäuerin aus der Gegend von Bruckberg

 

Landgericht Ansbach

Bauer aus der Gegend von Bruckberg

 

 

Landleute aus dem Haselthale

Kommunikanten, Bauersfrau, Kinder

( 1856 )

 

Landgericht Ansbach

Lehrberg

 

 

 

Landgericht Ansbach

Lehrberg

 


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