Brautkronen


 

 

Effeltricher Brautkrone

Die sog. "Brautkronenmacher" waren in der Umgebung Forchheims ansässig.

Material: Glas, Messingfolie, Messing- und Silberdraht und wie von eigener Hand gedrehte Spiralfedern. Für die Herstellung werden ca. 400 Arbeitsstunden benötigt.

Brautkrone des Bayreuther Umlandes aus dem 19. Jahrhundert.

(Oberfränkisches Texilmuseum Helmbrechts)

 

 

 

Effeltricher Brautkrone

 

Selber Totenkrönchen

aus dem 17./18. Jahrhundert

Solche Totenkrönchen setzten betuchte Familien vielfach ihren toten Kindern als Zeichen der Unschuld auf. Das vorgefundene Krönchen bestand aus versilberten leonischen Drähten, gebogenen Drähten, Silberscheiben, Glasperlen, ockerfarbigen Seidenfäden, Rosmarinzweigen und ursprünglich aus Filigranblüten. Im Nacken hat man das Krönchen mit ockerfarbenen Brokatbändern - aus dem Stoff des Kleides - zusammengebunden.

 

 

 

Totenkronen

Die rechte trägt die Aufschrift:

"Christus ist mein Leben, Sterben ist mein Gewinn."

 

Aufbewahrt in der evangelisch-lutherischen Pfarrkirche Mistelgau.


Der Kopfschmuck

 

Der Kopfschmuck der Frauen hat sich trotz mancher Wandlungen einen Grad von Ursprünglichkeit gerettet, selbst da wo Wams und Kittel der Ahnensitte völlig treulos geworden sind.

So weit ostfränkische Kultur nachdrücklich sich geltend machte, so weit reichen auch die Varietäten der Frankenhaube, einer Abart der Bänder- oder Backenhaube, welche auch in der Oberpfalz auftreten. Jenseits dieser Grenze, welche nur das Bamberger Mainland, den untersten Regnitzgrund und zum Teile das Bayreuther Unterland umfaßt, tritt das Kopftuch an die Stelle der Haube. So im Fichtelgebirge, am Jura, im Frankenwalde und dem Voigtlande.

Dem Kopftuch wird slawischen Ursprung zugeschrieben. Die Vermischung wendischer und deutscher Elemente spricht sich in der entweder abwechselnden oder gleichzeitigen Benützung von Kopftuch und Haube aus, wie solches in den Übergangszonen, im Bayreuther Unterlande, dem oberen Regnitzgrund und der Bambergischen Steigerwaldpartie als Sitte gilt. Im alten Wunsiedler Kreise hinwieder, an Eger und Kösseine bis an die Kornberge, drückt sich in der mit dem Kopftuche abwechselnd gebrauchten Haube und ihrer spezifisch oberpfälzischen Form die Zusammengehörigkeit mit dem benachbarten Pfälzer Lande aus.

 

 

Zeitgemäße Stickerei auf einem Haubenboden

(Jakobsthal im Spessart)

Die Kronenknöpfe ("Kraneknöpf"), Kugeln aus Silberfiligran und mit Granatsteinen besetzt, wurden für den Zusammenhalt des Schultertuches zu einer Brosche zusammengelötet.
 

 

Straminträger gehören zur Tanztracht.

Über dem Leibchen getragen dienen sie als Zierde und halten den Unterrock (Wattrock) fest.


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