Eckersdorf b. Bayreuth

(Oberfranken)


 

Heimat- und Volkstrachtenverein mit Jugendgruppe

(1982)

 

Die beiden ursprünglich selbständigen Gemeinden Eckersdorf und Donndorf liegen an der Grenze zum Hummelgau, einer besonders reichen Trachtenlandschaft. Die Zugehörigkeit zum "Bayreuther Unterland" fiel vor allem bei der Frauentracht ins Gewicht.

Ein Bestandteil der Tracht war der Miederrock, wobei das Mieder grundsätzlich schwarz war. Als Materialien traten sowohl Samt und Seide als auch andere Stoffe auf. Der an das Mieder angesetzte faltenreiche Wollstoffrock war in der Regel schwarz, konnte aber auch braun, grün, blau, rot oder grau sein. Eine farblich auf den Rock abgestimmte Schürze vervollständigte die Tracht. An Sonn- und Feiertagen zogen die Frauen noch einen Kittel an. Die Haube war bereits durch das Kopftuch verdrängt worden.

Die Frauen des in Eckersdorf/Donndorf ansässigen Heimat- und Volkstrachtenvereins, der in den 80er Jahren unseres Jahrhunderts gegründet wurde, übernahmen die oben beschriebene Tracht in erneuerter Form, wobei ein Schultertuch die Kleidung ergänzt. Schultertücher und Schürzen sind von heller Farbe. Als Kopfbedeckung benutzt man wieder das "Bayreuther Neschenhäubchen", das vor dem Tragen des Kopftuches in dieser Gegend üblich war.

Die Männer ziehen zu der schwarzen Kniebundhose aus Leder einen gleichfarbigen Rock mit in zwei Reihen angeordneten Knöpfen und silbergrauen Paspelierungen an. Der schwarze, breitkrempige Filzhut erinnert an den alten Frankenhut. Dennoch deutet der eingedrückte Hutkopf deutlich auf die Trachtenerneuerung hin.


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