Forchheim

(Oberfranken)


 

 

 

In der Landschaft um Forchheim, vor allem an der Wiesent, war einst ein wohlhabendes Bauernvolk ansässig. Ihr Anbauprodukt war vorwiegend der "Kree" (Meerrettich). Es ist noch gar nicht so lange her, daß in ihrer heimischen Tracht gekleidete Bäuerinnen begannen, mit der Bahn nach Bayreuth, Hof (Saale), Nürnberg und München zu fahren, um den "Kree" zu verkaufen.

Da die Forchheimer Frauentracht so sehr der Effeltricher Festtags- und Sonntagstracht ähnelt, sei auf die entsprechende Internetseite verwiesen.

 

 

Frauengewand des 19. Jahrhunderts

Forchheimer Land

Forchheimer Land

um 1835

 

 

Der "Kreebauern" - Vorstand

mit der "Geldkatz"

( Forchheim )

Paar in historischer Tracht

( Forchheim )

 

 

Von den Forchheimer Männern tragen lediglich noch die in Trachtenvereinen organisierten eine Tracht. Danach trugen die "Ledigen" rote Westen und kurze blaue Jacken im Gegensatz zu den verheirateten Männern, die die Farben der Westen nach eigenem Geschmack wählten. Unter diesen Westen waren violette, grüne, blaue und rote. Silberne Geldstücke dienten als Knöpfe.

Ferner kleidete die Männer ein rot gefütterter Mantel (Rock) aus braunem oder dunkelgrünem guten Tuch. Die Kniebundhosen waren aus Ziegen- oder Hirschleder. Die Straminhosenträger und die weiß gestrickten Strümpfe fertigten die Bäuerinnen und Mägde an. Als Kopfbedeckung diente eine flache Marder- oder Iltismütze oder ein runder Filzhut mit breiter Krempe.

Die "Katz" - der Geldbeutel - wurde an der Hüfte befestigt.

 

Die Forchheimer "Kreebauern" beim oberfränkischen Trachtenfest in Eckersdorf

( 1984 )

 


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