Hauben in Franken


 

 

"Goldmühler Häubchen"

Als Kopfbedeckung dient das Häubchen - allerdings ohne Kopftuch. Die Häubchen der Mädchen erinnern zum Teil an die "Bayreuther Neschenhäubchen" (Neschen = Spitzen). Den Haubenfleck ziert ein aufgesticktes Lebensbaummotiv.

 

"Haubenflecklas"

(Zedtwitz)

 

 

 

Stickerei auf dem Haubenboden

nach Vorlagen aus dem 19. Jahrhundert

(Rehau)

 

Haubenfleck mit Siebenstern

(Marktredwitz)

 

 

 

"Haubenfleckla"

aus dem 19. Jahrhundert

(Fichtelgebirgsmuseum Wunsiedel)

Schling - oder Haubentuch,

das so über das Häubchen geschlungen wurde,

daß nur noch das "Haubenfleckla" zu sehen war.

-19. Jahrhundert -

(Fichtelgebirgsmuseum Wunsiedel)

 

 

Besticktes weißes Kopftuch,

das zur Festtracht in Neunkirchen am Brand

getragen wird

 

Zylinderhaube aus Mittelfranken

 

 

 

Zylinderhaube aus Mittelfranken

Häubchen in der Art des

"Bayreuther Neschenhäubchens"

in Goldmühl

(1988)

 

 

Oberkotzau

Ein dem "Bayreuther Neschenhäubchen" ähnelndes Häubchen, das zur erneuerten Tracht des Fichtelgebirgsvereins getragen wird.

(1984)

Haubenboden aus Schwabach

Baumwollsamt, Leinen, Silberdraht, Bouillon, Pailletten, Metall, Glas, Seide

(um 1850)

 

 

Der Haubenboden gehört in seiner Gestaltung und Form zu einer regionaltypischen Zylinderhaube. Die Stickereien sind auf einen dunkelbraunen Baumwollsamtträger gearbeitet. In der Mitte befindet sich eine silberfarbene Metallstickerei in Sprengtechnik, die das häufig verwendete sog. Lebensbaummotiv aufnimmt: aus einem Gefäß sprießt eine Blume. Der Metallfaden, der sich um eine Baumwollseele spinnt, wird bei der Sprengtechnik mittels einer Spule über eine ausgestanzte Pappform hin und hergeführt und an den Rändern jeweils mit einem dünnen Faden fixiert. Die Blume ist zusätzlich mit Pailletten, Bouillon und Metallperlen verziert. Außen herum schmücken Glasperlenborten mit Seidengimpen den Haubenboden. Eingerahmt wird er mit einer Klöppelspitze aus Leinen, die mit feinem Draht durchzogen ist und auf dem kleinen farbige Glaskkugeln aufgefädelt sind.

 

Bayreuther Neschenhäubchen:

Die Frauen im Bayreuther Oberland tragen das glatt und breit umgeschlagene, hinten einfach geschlungene Kopftuch. Der eine Zipfel wird über die linke Achsel gelegt, der andere hängt den Rücken hinab. Unter dem Kopftuch, welches bei den Protestanten zumeist von schwarzem, bei den Katholiken von buntfarbigem (rotem) Wollenstoffe ist, wird häufig ein Häubchen getragen, das in Form und Schnitt mit dem Bayreuther sog. Neschenhälubchen Verwandtschaft hat, und nur der Spitzenkrause an beiden Seiten entbehrt. Das gestickte, spitzweckförmige "Häubenfleckle" guckt da, wo das Schlingtuch den Kopf frei läßt, hervor, und je nach der Stickerei desselben führt das Häubchen den namen "gold-" oder "silberreiche Haube".

 

 

Seidene Schultertücher aus dem 19. Jahrhundert

(Rehau)


 

 

Verzierter Haarkamm mit drei Zinken

Neben Haarkamm und Samtband schmückt die Bäuerin ihr Haar mit Haarsteckern
 

 

Der grüne Kranz durfte nur von unverheirateten Mädchen bei der 1. hl. Kommunion, Firmung, bei Prozessionen und zur Hochzeit, aber auch von unverheirateten Taufpatinen bei einer Tauffeier getragen werden.
Das goldene Kreuz ist die krönende Ausschmückung einer festlichen Tracht.

Diese kunstvollen Gehänge wurden von Generation zu Generation weitervererbt.

 

 

 

Das Kreuz schenkte neben einer Brosche, Ohrringen und Fingerringen der Bräutigam am Hochzeitstag seiner Braut.

Mit Stolz trug sie die Bäuerin an den höchsten und mittleren Feiertagen, bei Hochzeiten, Kindstaufen und Prozessionen.

 

Ohrringe sind der einzige Schmuck, der auch an Werktagen getragen wird.

Diese für festliche Tage bestimmten Schmuckstücke bestehen aus zwei Teile.

 


 

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