Heidenheim

(Mittelfranken)


 

Die Abbildung stellt eine protestantische Frau in hoher Festtagstracht dar. Dieses ganz schwarze Hochzeitsgewand wird nach der Hochzeit beispielsweise zum Abendmahl angelegt. Der weite Rock und das langärmelige Oberteil sind in der Regel aus Wollstoff gefertigt, während die Schürze aus Seide genäht ist. Das gleichfalls seidene Schultertuch, das über der Brust gekreuzt wird, hat an den Rändern rot-weiße Streifen eingewebt.

Als Kopfbedeckung wird zur Festtagstracht die radförmige Florhaube aufgenommen. Die Heidenheimerin kämmt ihre Haare alle streng nach hinten, windet sie dann zu einem Knoten, über dem die Haube sitzt und mit Nadeln befestigt wird. Die Frauen tragen gerne feingestrickte weiße Strümpfe und zierliche, weit ausgeschnittene schwarze Lederschuhe, die als "Schleicherli" bezeichnet werden.

 

 

Landgericht Heidenheim


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