Köttmannsdorf

(Oberfranken)


 

Das im Tal der "Reichen Ebrach" gelegene Köttmannsdorf hat mit den "Ebrachtalern" eine Stütze der Trachtenerneuerung im Landkreis Bamberg gefunden.

Eine bodenbeständige Tracht, die Vorbild für eine zu erneuernde hätte werden könne, blieb in Köttmannsdorf nicht erhalten. Auch bis ins 18. Jahrhundert zurückgehende Nachforschungen konnten keine charakteristische Tracht zu Tage bringen.

 

 

 

Tracht der in Köttmannsdorf

beheimateten "Ebrachtaler"

(1984)

Köttmannsdorf

 

Auffällig ist der in besonderer Art

zum Dreispitz geformter Hut

mit reicher Verzierung

 

 

Die Männertracht ähnelt nun der in der Fränkischen Schweiz getragenen.

 

Sie besteht aus einer bockledernen Kniebundhose, einem langen, dunklen Rock, einem Dreispitz und in der Regel aus einer roten Weste.

An der Frauentracht wurden eigenwillige Veränderungen vorgenommen, damit sie sich von der anderer Orte unterscheidet. Daher hat die Tracht der "Ebrachtalerinnen" nur eine regionale Bedeutung. Historisch ist an ihr nur die "Flügelhaube". Die Frauen tragen ein hochgeschlossenes Baumwollhemd, dessen weiten Ärmel die Handgelenke freilassen. Ärmel und Halsausschnitt sind mit Spitzen besetzt. Ein roter oder blauer bis an die Waden reichender Baumwollrock ist in Falten gelegt. Unten zieren ihn ein oder zwei schwarze Zackenlitzen. Das schwarze Samtmieder ist bis zur Brust ausgeschnitten und wird mit verdeckten Häkchen geschlossen. Die hellfarbigen Schürzen werden hinten gebunden. Ein umgelegtes Tuch mit langen Fransen bedeckt Rücken, Schulter und fast die ganze Brust. Es ist farblich auf die Schürze abgestimmt. Weiße Strümpfe und schnallenbesetzte schwarze Halbschuhe vervollständigen die Tracht.

 


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