Muggendorf

(Oberfranken)


Inmitten der Hochebene des Juraberglandes liegt Muggendorf, das zusammen mit Streitberg Wiesenttal eingemeindet wurde. In Muggendorf wurde 1928 der Heimat- und Trachtenverein "Die Wiesenttaler" gegründet, der sich der Trachtenerneuerung widmet.

Der Mann trägt heutzutage dort einen Dreispitz, eine rote Weste mit kleinen Revers und beidseitigem, goldfarbenem Knopfbesatz und einen langen schwarzen, einreihigen Rock mit Kragen und kleinen Aufschlägen an den Ärmeln. Die Taille des Rockes ist recht hoch angesetzt. Die "gelblederne" Kniebundhose wurde durch eine solche aus schwarzem Stoff ersetzt. Weiße Kniestrümpfe und schwarze Halbschuhe runden das Bild ab.

Die Frauen tragen statt des früher üblichen Kopftuches eine spitzförmige Variante der "Frankenhaube" mit zwei über den Rücken hängenden, schwarzen Bändern. Die Haube wird mit Bändern unter dem Kinn zusammengebunden. Das weiße Leinenhemd ist bis oben geschlossen und hat lange Ärmel mit anliegenden Bündchen. Sowohl den Ausschnitt als auch die Ärmelbündchen zieren Spitzen. Der in lose Falten gelegte Rock aus Wollstoff reicht fast bis an die Knöchel. Er kann von dunkelblauer, brauner oder grüner Farbe sein und ist unten mit zwei schwarzen Bändern besetzt. Das schwarze Samtmieder mit seinem halbhohen Ausschnitt und dem verdeckten Häkchenverschluß ist nicht an den Rock genäht. Eine gemusterte Seidenschürze mit unten angesetzter Spitze verdeckt fast die ganze Vorderseite des Rockes. Das früher getragene Halstuch ist dem schwarzgrundigen, mit buntem Blumenmuster versehenen Schultertuch, das schwarze Fransen hat, gewichen. Wie die Männer ziehen auch die Frauen weiße Strümpfe und schwarze Halbschuhe an.

 

 

 

Muggendorfer Tracht

( 1846 )

 

Muggendorf

Erneuerte Volkstracht der oberen

Juralandschaft in historischer Anlehnung

( 1982 )

 


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