Pegnitz

(Oberfranken)


 

Volkstracht in Pegnitz

 

Die Stadt Pegnitz bildet die südöstliche Grenze des "Bayreuther Unterlandes". In der im 10. Jahrhundert gegründeten Stadt existiert seit 1053 ein Verein, der sich der Trachtenpflege widmet. Dabei macht sich bei der Tracht in Pegnitz wiederum die protestantische Konfession der Bewohner in ihrer relativ dunklen Kleidung bemerkbar.

So war nicht nur die lederne Kniebundhose schwarz, sondern in der Regel auch die Weste, die allenfalls ein kleines, buntes Blumenmuster zeigte. Einen Kontrast bildeten die silbrigen Knöpfe auf der Weste. Der wadenlange, schwarze Wollstoffrock mit Stehkragen besaß nur eine Knopfreihe. Ebenfalls von schwarzer Farbe war der Dreispitz. Lediglich die weißen Strümpfe und das gleichfarbige Hemd hoben sich von der übrigen Kleidung ab.

Auch die Frauentracht war durch die schwarze Farbe geprägt. Den knöchellangen, reich in Falten gelegten Rock besetzte man unten mit zwei breiten blauen Bändern. Direkt an den Rock war das Mieder, das entweder ebenfalls aus Wollstoff oder aber aus Seide oder Samt bestand, angesetzt. Man knöpfte es mit bis zu acht silberfarbigen Knöpfen in der Mitte zu. Das Vorderteil des Rockes bedeckte die meist weinrote, zart gemusterte Seidenschürze, die allerdings auch schwarz sein konnte. Die Frauen legten sich ein zur Schürzenfarbe passendes Schultertuch um.

Vervollständigt wurde die Tracht durch einen schwarzen, lose anliegenden, hochgeschlossenen Kittel mit nicht sehr weiten Ärmel. Bei der Frauentracht bildeten die weißen Strümpfe und die gleichfarbige Leinenbluse mit bauschigen Ärmeln, angesetztem Bündchen und Spitzen oder Rüschenbesatz am Hals die einzigen Kontraste zu der im übrigen dunkel gehaltenen Kleidung. Eine Variante des "Bayreuther Neschenhäubchen" stellte das schwarze Häubchen mit silberfarbenem Haubenboden dar.

 


 

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