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Der Waaler


Die tägliche Aufsicht über den Waal übt der Waaler aus. Er geht den Waal in seiner Länge mindestens einmal am Tag ab, kontrolliert Wasserstand, Schleusen und Rechen, behebt kleinere Schäden.

 

 

Waalhauen / Grabenbeile

Sein Arbeitsgerät ist die Wasser-Waalhau, die einer Hellbarde ähnelt.

(Südtirol/Italien)

 

 

Waalschelle

Sie zeigt an, ob das Wasser fließt

Eine "Waalschelle" zeigt an, dass das Wasser fließt.

Bei heftigen Gewittern entscheidet er, ob er den Waal "abkehrt", um Schäden zu vermeiden.

 

Größere Schäden meldet er unverzüglich der Interessenschaft. Früher gab es dafür an genau festgelegten Stellen Lichtzeichen oder man legte Leintücher aus. Besondere Vorsicht ist im Frühjahr geboten, denn das Wasser der Schneemelze ist aggressiv und gräbt, während die im Sommer mitgeführten Sinkstoffe das Bett des Waals abdichten. Im Herbst wird der Waal winterfest gemacht und alle Abkehren werden aufgemacht.

 

 

Waalerhütte

 

Waaler übten ihren Beruf oft über Jahrzehnte aus, lebten als Einzelgänger in ihrer Waalerhütte, geschätzt und geachtet von den Bauern, früher manchmal auch verflucht, wenn zu wenig Wasser floss.

An Waalen mit unregelmäßiger Road musste der Waaler das "Wasser bieten", dem Bauern seine "Road ansagen. Fürs "Bieten" bekam er ein Paar Brot.

 

Geschmiedete Grabenbeile

(Unterfranken)


 
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